TRIZ oder Ishikawa? Geschmacksache? Was ist der Unterschied?
TRIZ wurde 1946 vom sowjetischen Erfinder Genrich Altshuller und seinen Kollegen entwickelt und wird seitdem weiterentwickelt. TRIZ steht auf Russisch für Teoriya Resheniya Izobretatelskikh Zadatch oder auf Englisch für „Die Theorie der erfinderischen Problemlösung“.
Das Ishikawa-Diagramm wurde vom Chemiker Kaoru Ishikawa erfunden, welcher sehr bekannt war in der japanischen Qualitätskontrolle. Der Japaner stellte als Vorreiter in diesem Bereich sein Modell zuerst im Jahr 1943 vor. Sein Ziel war es, grundlegende Ursachen für ein Problem sichtbar zu machen.

Beide Methoden wurden also in den 40er Jahren entwickelt und befassen sich mit Problemen.
Was ist TRIZ eigentlich?
TRIZ ist eine Methode, die uns hilft, kreativ und systematisch Probleme zu lösen. Sie basiert auf der Idee, dass viele Probleme, denen wir begegnen, schon einmal von anderen Menschen gelöst wurden. Indem wir uns diese Lösungen anschauen, können wir unsere eigenen Herausforderungen besser meistern.
Wie funktioniert TRIZ am Beispiel eines platten Reifens?
- Problem definieren:
- Das Problem ist klar: Der Reifen ist platt und ich kann nicht weiterfahren.
- Problem analysieren:
- Was ist die Ursache? Ein Nagel oder ein Dorn hat den Reifen beschädigt.
- Was sind die Folgen? Ich komme nicht weiter und muss warten, bis Hilfe kommt.
- Abstrahieren:
- Wir machen das Problem allgemeiner: „Wie kann ich ein Loch in einem Behälter abdichten?“
- Nach ähnlichen Problemen suchen:
- Gibt es ähnliche Probleme, die schon gelöst wurden? Ja, zum Beispiel bei einem Ball der platt ist, oder bei einem Leck in einem Schlauchboot.
- Lösungen übertragen:
- Wie wurden diese Probleme gelöst?
- Beim Ball wird ein Flicken aufgeklebt.
- Beim Schlauchboot wird ein Reparaturset verwendet.
- Wie wurden diese Probleme gelöst?
- Lösung anpassen:
- Wir passen die Lösung an unser Problem an:
- Ein Flicken ist keine gute Lösung, da ich keinen Klebstoff dabei habe.
- Ein Reparaturset wäre ideal, aber ich habe keins.
- Ohne Luftpumpe kann ich den Reifen nicht auffüllen.
- Wir passen die Lösung an unser Problem an:
- Neue Lösung finden:
- Wir müssen kreativ werden:
- Könnte ich versuchen, den Nagel oder Dorn aus dem Reifen zu ziehen?
- Könnte ich ein Blatt oder einen Kaugummi als provisorischen Flicken verwenden?
- Womit fülle ich die entwichene Luft nach?
- Wir müssen kreativ werden:
Warum ist TRIZ nützlich?
- Fördert Kreativität: TRIZ hilft uns, neue Ideen zu entwickeln.
- Löst Probleme systematisch: Wir gehen Schritt für Schritt vor und finden so die beste Lösung.
- Spaß macht’s: Probleme lösen kann richtig spannend sein!
Fazit:
Die TRIZ-Methode ist eine tolle Möglichkeit, um kleine und große Probleme zu lösen. Egal, ob du dein Fahrrad reparieren, eine Aufgabe in einem Projekt erledigen oder einen Berg besteigen möchtest – mit TRIZ wird es gelingen!
Die TRIZ-Methode (Theorie des erfinderischen Problemlösens)
- Schaut nach vorne: TRIZ versucht, neue, kreative Lösungen zu finden, indem es nach Mustern in bereits gelösten Problemen sucht.
- Überwindet Widersprüche: Oft haben Probleme zwei Seiten, die sich widersprechen (z.B. ein Fahrrad soll leicht und stabil sein).
- Beispiel: Wenn dein Fahrrad schwer zu treten ist, könnte TRIZ dir helfen, eine ganz neue Art von Antrieb zu entwickeln.
Das Ishikawa-Diagramm (Fischgrätendiagramm)
- Schaut zurück: Das Ishikawa-Diagramm hilft dir, die Ursachen eines Problems zu finden, indem du alle möglichen Faktoren betrachtest. Es ist wie ein Detektiv, der Spuren sucht.
- Strukturiert das Problem: Das Diagramm zeigt dir, wie verschiedene Faktoren (Materialien, Menschen, Methoden, etc.) zusammenhängen und zum Problem beitragen können.
- Beispiele: Wenn dein Fahrrad schwer zu treten ist, könntest du mit dem Ishikawa-Diagramm herausfinden, ob es an einem defekten Kettenrad, schlechten Reifen oder einer falschen Einstellung liegt.
Zusammenfassung
| Merkmal | TRIZ-Methode | Ishikawa-Diagramm |
| Ziel | Neue, kreative Lösungen finden | Ursachen eines Problems finden |
| Perspektive | Zukunftsorientiert | Rückwärtsgewandt |
| Methode | Mustererkennung, Widerspruchslösung | Ursache-Wirkungs-Analyse |
| Beispiel | Entwicklung eines neuen Fahrradantriebs | Analyse von defekten Teilen am Fahrrad |
Wann welche Methode?
- TRIZ: Wenn du nach ganz neuen Ideen suchst und dein Problem auf den Kopf stellen möchtest.
- Ishikawa: Wenn du die genauen Ursachen eines Problems finden und gezielt etwas verbessern möchtest.
Beide Methoden zusammen
Oft ist es am besten, beide Methoden zu kombinieren. Zuerst kannst du mit dem Ishikawa-Diagramm die Ursachen deines Problems herausfinden und dann mit TRIZ nach kreativen Lösungen suchen, um diese Ursachen zu beheben.
Ein einfaches Beispiel:
Stell dir vor, deine Zimmerpflanze stirbt.
- TRIZ: Du könntest überlegen, ob es Pflanzen gibt, die unter Wasser leben oder gar kein Licht brauchen. Vielleicht kannst du deine Pflanze in eine Art künstliche Umgebung versetzen.
- Ishikawa: Du könntest die möglichen Ursachen analysieren: Zu viel/zu wenig Wasser, zu viel/zu wenig Sonne, falsche Erde, Schädlinge, etc.
Fazit:
Sowohl TRIZ als auch das Ishikawa-Diagramm sind tolle Werkzeuge, um Probleme zu lösen. Welche Methode du wählst, hängt von deinem Problem und deinem Ziel ab. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Wer gern noch mehr über TRIZ wissen möchte:
https://de.wikipedia.org/wiki/TRIZ


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